< Gelungener Warnstreik in Ostwestfalen-Lippe
17.12.2013 21:15 Alter: 4 yrs

Kein Spielraum mehr nach unten: Journalisten aus OWL demonstrieren in Minden und Hannover


Protestzug durch Minden: 80 Journalisten setzen Zeichen zur morgigen sechsten Verhandlungsrunde.

Im Vorfeld der morgigen sechsten Tarifverhandlungsrunde Tageszeitungen in Berlin setzen Journalistinnen und Journalisten aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) heute deutliche Zeichen: Am Vormittag demonstrierten sie in Minden, am Nachmittag stärkt die Hälfte von ihnen den Kollegen in Hannover den Rücken. Zum Warnstreik aufgerufen haben die beiden Gewerkschaften DJV und dju in ver.di.

Im Protest fest vereint versammelten sich vor dem Mindener Tageblatt 80 Mitglieder und Unterstützer beider Gewerkschaften – und das trotz der Weihnachtsurlaubszeit. Ein gutes Ergebnis für die Organisatoren. Mit ihrer Demonstration signalisierten die Journalistinnen und Journalisten aus OWL zum einen allen Verlegern in Deutschland, dass es nach Jahren des Reallohnverlustes definitiv keinen Spielraum mehr nach unten gibt. Zum anderen solidarisierten sie sich mit den Kollegen aus Redaktion, Verlag und Druckerei in Minden, deren Arbeitgeber die Arbeit des Betriebsrates massiv behindert.

Doch nicht nur die Kollegen in Minden erhielten Unterstützung, auch die von Madsack in Niedersachsen. 40 OWLer fuhren nämlich im Anschluss an die Mindener Aktion mit Bus und Autos nach Hannover. Dort findet derzeit – ebenso wie in Darmstadt – eine Protestkundgebung statt, bei der u.a. auch Protest-Pakete an die Verleger bei der Post aufgegeben werden.