< Journalisteninnen und Journalisten protestieren in Essen und Bielefeld
11.11.2013 20:00 Alter: 5 yrs

Gelungener Warnstreik in Ostwestfalen-Lippe


Zeitgleich zur fünften Tarifverhandlungsrunde mit den Zeitungsverlegern in Berlin versammelten sich knapp 200 Journalistinnen und Journalisten aus Ostwestfalen-Lippe, Köln und Bonn auf dem Jahnplatz in Bielefeld. DJV und ver.di hatten zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Von der zentralen Kundgebung gingen zwei deutliche Signale aus: „Dieser Mantel taugt nicht!“ und „Unsere Arbeit ist mehr wert!“

Teilweise in alte, zerrissene Mäntel gekleidet und „Zeitungsverleger – Mantelzerleger“ rufend, protestierten die Journalisten aus NRW gegen die geplanten Einschnitte beim Manteltarifvertrag. Die Verleger wollen u.a. Veränderungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie beim Urlaubsanspruch. Auch ihr Regionalisierungsmodell ist nicht vom Tisch: Es würde die Gehälter fast aller NRW-Tageszeitungsredakteure einfrieren.
„Journalismus ist aber mehr wert, die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen ist mehr wert“, betonte Frank Stach, Vorsitzender des DJV-NRW, vor Ort in Bielefeld. „Es kann nicht sein, dass Redakteure seit Jahren bei Gehaltserhöhungen leer ausgehen, dafür aber immer mehr arbeiten müssen.“ Als absolutes Armutszeugnis bezeichnete Stach die Tatsache, dass die Verleger selbst beim fünften Gespräch noch keine vernünftigen Vorschläge machten. „Unsere Forderung, endlich auch die Online-Redakteure in die Tarifverträge mit einzubeziehen, bleibt unbeantwortet.“